Potsdamer Hospiztage

14. Potsdamer Hospiztag - Ein Rückblick

Für die finanzielle Unterstützung des 14. Potsdamer Hospiztages bedanken wir uns herzlich bei
  • Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam
  • LAG Hospiz
  • Grieneisen
  • Witzleben Apotheke Berlin
  Am 22. Juni 2018 haben die Landesarbeitsgemeinschaft Onkologische Versorgung Brandenburg e.V. (LAGO) und der Hospiz- und Palliativberatungsdienst Potsdam unter dem Motto „MIT-LEID-UM-GEHEN“ zum 14. Potsdamer Hospiztag auf die schöne Insel Hermannswerder eingeladen. Nach der Begrüßung der Teilnehmer und Gäste des Hospiztages und den Grußworten der Vorsitzenden der Veranstalter und deren Träger, startete der Nachmittag mit dem Theaterstück „Bertha, stirb endlich“, aufgeführt von der Theater-Hospiz-Gruppe des Nachbarschaftsheimes Berlin-Schöneberg e.V. Erzählt wurde die Geschichte über die Vampirin Bertha (564 Vampierjahre alt), die nach dem Biss des Pfarrersohnes sterbenskrank wird und sie und ihre Familie mitten in dem Glauben an die Unsterblichkeit erstmals mit dem Tod konfrontiert. Was tun? Ignorieren wird immer unmöglicher und kurzerhand schieben die lieben blutsaugenden Verwandten Bertha ins Hospiz ab – nur zu ihrem Besten. Dort ist man nicht so glücklich über den ungewöhnlichen und nachtaktiven Neuzugang. Lachen oder Sterben ist hier die Frage. Oder geht etwa beides? Das Theaterstück spiegelte beide Facetten wieder: Amüsant wurde die Geschichte der sterbenden Vampirin und ihrer Familie und dem Zusammentreffen mit den Themen Sterben und Tod sowie den Mitarbeitern eines stationären Hospizes erzählt – es wurde viel gelacht. Und gleichzeitig gab es viele ruhige und traurige Momente. Momente, die sterbende Menschen und ihre Zugehörigen sowie Menschen, die diese begleiten, tagtäglich erleben und die nachdenklich gemacht haben. Ein rundum gelungenes Theaterstück! Nach einer Stärkung mit Kaffee und Kuchen konnten die Teilnehmer insgesamt zwei von fünf angebotene Workshops besuchen. Diese fünf interessanten Work-shops wurden angeboten – da war die Auswahl nicht leicht:
  • Kommunikation im Unaussprechlichen – Möglichkeiten der Begegnung, Be-rührung und der Kommunikation am Lebensende (Dipl. Psychologin Nora Pauli)
  • Umgang mit Kindern sterbender Eltern – wie können abschiednehmende Kinder und Jugendliche und ihre Familien in dieser schwierigen Lebensphase gut begleitet werden? (Antje Rüger-Hochheim, Malteser Kinderhospiz- und Familienbegleitdienst Berlin)
  • Am Lebensende fern der Heimat – Inhalt dieses Workshops war die Vermitt-lung interkultureller Kompetenz, kultursensible Kommunikation, Umgang mit Sprachbarrieren sowie Reflexion und Umgang mit eigenen Unsicherhei-ten und Vorurteilen (Elisabeth Schmidt-Pabst, Lazarus Hospizdienst Berlin)
  • Hospizspaziergang über die Insel Hermannswerder, vorbei am Potsdamer Hospiz und den Räumen des ambulanten Hospizdienstes – geführt von Mit-arbeiterinnen des stationären Hospizes und des ambulanten Hospizdienstes, die von ihrer Arbeit erzählt und Fragen beantwortet haben.
  • „Sarggeschichten“ – Kurzfilme zum Thema Sterben, Tod und Trauer mitproduziert und gezeigt von Jan Möllers, Bestatter aus Berlin, luden zu Gesprächen ein.
Ein gemeinsamer emotionaler Ausklang beendete den 14. Potsdamer Hospiztag.