Die Europäische Woche gegen den Krebs 2004 fand vom 11. bis 17. Oktober statt. Ihr von der EU ausgewähltes Motto lautete „Passivrauchen". Ein wichtiges und nicht zu unterschätzendes Gesundheitsrisiko, dem Raucher ihre Mitmenschen aussetzen. So schaden Raucher nicht nur ihrer eigenen Gesundheit, sondern auch der Gesundheit ihrer Mitmenschen. Allein an einem durch sogenanntes Passivrauchen ausgelösten Lungenkrebs sterben in Deutschland 400 Menschen im Jahr. Kinder aus Raucher-Haushalten leiden fast doppelt so häufig an Husten, Schwindelgefühlen, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten und dreimal häufiger an Schlafstörungen als Kinder aus Nichtraucher-Haushalten.
Zur Unterstützung der Landesinitiative
führte die LAGO Brandenburg e.V. eine gemeinsame Aktion mit der Brandenburgischen Landesstelle gegen die Suchtgefahren e.V./ Zentralstelle für Suchtprävention und der AOK für das Land Brandenburg durch. Konkret erarbeiteten und druckten wir einen Informationsflyer, der über Möglichkeiten des Nichtraucherschutzes bei Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen informiert und Aktivitäten gegen das Rauchen im Land Brandenburg vorstellt.
Denn das Rauchen wirksam eindämmen ist eines der wichtigsten Gesundheitsziele. In Deutschland sterben pro Jahr 110.000 bis 140.000 Menschen an tabakbedingten Krankheiten. In Brandenburg sind es jährlich ungefähr 3.500 Menschen. Im Zigarettenrauch konnten bisher mehr als 4.000 verschiedene chemische Bestandteile nachgewiesen werden. Mehr als 40 dieser Verbindungen sind krebserregend. Sieben dieser Substanzen gehören zu den stärksten bekannten Krebserregern. Internationale Erfahrungen und wissenschaftliche Studien belegen, dass das Rauchen zurückgedrängt werden kann.
Umso dramatischer ist es, dass bei Kindern und Jugendlichen ein Anstieg des Rauchens zu verzeichnen ist. Eine 2003 europaweite Schülerstudie (ESPAD) zeigt, dass 30,8 % der Brandenburger Jugendlichen bereits vor dem 11. Lebensjahr rauchen. Je früher das Einstiegsalter in den Tabakkonsum, umso schwerwiegender sind die gesundheitlichen Folgen und umso wahrscheinlicher ist die Entstehung einer Abhängigkeit. Eine Befragung im Landkreis Uckermark bei Schülern der 10. Klassen ergab: 49,3 % der Mädchen und 42,8 % der Jungen rauchen.
Vor diesem Hintergrund stellten wir auf unserem Flyer speziell für Kinder und Jugendliche erfolgreiche Initiativen, Projekte und Angebote gegen das Rauchen vor:
Nicht nur Kinder, sondern auch erwachsene Nichtraucher haben ein Grundrecht auf gesundes Leben. Nicht alle wissen die Einzelheiten. Aus diesem Grund gaben wir weiterhin einen Überblick zu den zwischenzeitlich existierenden zahlreichen sinn- und wirkungsvolle Maßnahmen zum Schutz der nichtrauchenden Bevölkerung: