An insgesamt zehn Schulen in Brandenburg gelang es mit dieser Kampagne, Jugendliche für die Bedeutung einer gesunden Lebensweise als Vorbeugung gegen Krebs zu sensibilisieren. Besonders wichtig ist uns als Ergebnis dieses Projekts, dass die beteiligten Schulen ihre im Projekt gesammelten Erfahrungen künftig sowohl im fächerübergreifenden Unterricht als auch bei Aktionen an den Schulen dauerhaft einbinden wollten.
Wir wären deshalb den beteiligten Schulen für Rückmeldungen - insbesondere auch nach Jahren! - sehr dankbar. Denn dies bestätigt unsere Arbeit und kann vor allem weitere ambitionierte Projekte begünstigen. Wenn Sie uns eine E-Mail zusenden, bitten wir Sie, in die Betreffzeile: „Prävention durch Motivation Jugendlicher" einzufügen. Dann können wir Ihre Rückmeldung sofort zuordnen.
Der Rückblick
Das zwei Jahre währende (1994 -1996) Modellprojekt "Krebsprävention durch Gesundheitsmotivation Jugendlicher Altersgruppe 15 - 18 Jahre", wurde durch die Europäische Union gefördert. Am Projekt waren insgesamt 660 Schüler der Altersgruppe 15 -18 Jahren aus der Stadt Schwedt/Oder und dem Landkreis Oder/Spree aus verschiedenen Schulformen beteiligt: Dazu gehörten berufsbildende Schulen, eine Förderschule, Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe und Gymnasien. Im Rahmen des Projektes sollte die Wirksamkeit der Gesundheitsmotivation zum Thema Krebsprävention über einen ganzheitlichen Ansatz erprobt werden.
Ziel des Projekts
Ziel des Projekts war es, die Eigenverantwortung der Schüler in Gesundheitsfragen zu fördern und das Gesundheitsverhalten am Beispiel veränderter Rauchgewohnheiten und eines neuen Ernährungsverhaltens zu verstärken. Wesentliche Elemente dieser Zieldefinition waren:
Sensibilisierung von Schülern, Lehrern und Eltern für die Bedürfnisse individueller Gesundheit
Bewältigungsstrategien zu vermitteln und individuelle Handlungskompetenz zu stärken
ein Angebot gesundheitsfördernder Programme von Krankenkassen und anderen Einrichtungen/Organisationen wie Raucherentwöhnungskurse, Ernährungsberatung und "Naturkosmetik selbst gemacht" zu entwickeln und zu erproben und
die genannten Themen im Unterricht fächerübergreifend zu vermitteln.
Dieses Projekt hatte vor allem im Blick, die Handlungskompetenz der Jugendlichen zu steigern und die meinungsbildende Rolle von Jugendlichen als Multiplikatoren für das Modellprogramm zu nutzen.
Bewertung der Projektergebnisse
Das in seiner Zielsetzung sehr anspruchsvolle Modellprojekt sprach im Projektverlauf wichtige Zielgruppen wie Lehrer, Schüler, Eltern, die Öffentlichkeit sowie sonstige Multiplikatoren an, die einen wirkungsvollen Beitrag zur Gesundheitsprävention leisten können.
Die Schüler wurden über die Themenfelder "Gesunde Ernährung", "Suchtverhalten", "Haut und Umwelt" im fächerübergreifenden Unterricht informiert. Sie initiierten und gestalteten zahlreiche erfolgreiche Projektaktivitäten am schulischen und ausserschulischen Bereich - teilweise sogar in Eigenverantwortung. Ihre Motivation war an allen Schulorten gleich hoch zu schätzen.
Die wesentlichen inhaltlichen und organisatorischen Elemente
des Projekts waren die Lehrer- und Schülermoderatorenfortbildung,
teilweise auch die Elternarbeit. Ebenfalls als massgeblich für den
Erfolg des Projekts vor Ort waren die Zuarbeit der externen Partner
der Schulen sowie die Leistungsbereitschaft der Kooperationspartner
des Projektträgers einzuschätzen.
Die Lehrerfortbildung und die zweifachen Fortbildungsangebote für
Schülermoderatoren waren entscheidende Elemente für das Modellvorhaben.
Diese methodischen Elemente des Projekts initiierten, motivierten
und stützten eine arbeitsfähige und aktive Moderatorengruppe mit
breiter Multiplikatorwirkung an den Standorten.
Das Modellvorhaben ist - zusammenfassend - als erfolgreich einzuschätzen, weil gelungen ist:
wesentliche Informationsdefizite zum Thema Gesundheitsprävention bei den Zielgruppen an verschiedenen Schulorten im Land Brandenburg zu beseitigen,
die Themenfelder in fächerübergreifenden Unterrichtsstunden zu vermitteln und
die erlernten Kenntnisse und Fähigkeiten in relativ kurzer Zeit in der Zusammenarbeit von Lehrern und Schülermoderatoren und teilweise mit den Eltern in zahlreichen Einzelprojekten umzusetzen.