Anmeldungen für PIKS-Projekttage im Schuljahr 2010/2011 sind ab sofort hier möglich.
Wer mag schon gerne Spritzen? Aber was ist andererseits - wie die brandenburgische Sportlerin, Weltmeisterin und Gold-Olympiasiegerin 2008 im Kanusport Fanny Fischer sagt - ein winziger „Piks", wenn es um das gute Gefühl geht, auf der sicheren Seite zu sein? Mit unserer neuen Präventionskampagne möchten wir bei sehr jungen Mädchen aber auch bei gleichaltrigen Jungen das Bewusstsein für eine verantwortungsvolle und damit liebevolle Sexualität wecken. Fanny Fischer findet dies wichtig und engagiert sich deshalb für PIKS:
"Als Sportlerin ist es für mich natürlich gar kein Thema mich zu
bewegen und mich dadurch fit und gesund zu halten. Denn ohne regelmässiges
Training und eine gute Form ginge gar nichts. Aber das reicht zum
Gesundbleiben nicht immer. Und deswegen finde ich PIKS so wichtig
und setze mich dafür ein. Sich mit einer Impfung gegen Krebs zu
schützen – eine Riesenchance. Die sollte kein Mädchen verpassen:
Ein kleiner Piks und du bist auf der sicheren Seite!"
Prävention – Impfen – Krebs – Sexualität (PIKS) bilden die vier Pfeiler unserer Informationsangebote an die Multiplikatoren, nämlich an Sie als Lehrer, Eltern und als Begleiter bei Infoveranstaltungen für die jungen Menschen selbst.
Das HIV Virus ist unter dem Namen Aids heutzutage fast schon ein Synonym für die infektiöse Gefahr geschlechtlicher Begegnungen von Sexualpartnern. Das humane Papillomavirus (HPV Virus) ist hingegen weniger bekannt. Übertragen wird das Virus über die menschliche Haut. Das Mädchen, die junge Frau, meist Jahre später die erwachsene Frau ist diejenige, die die Folgen zu tragen hat, im schlimmsten Fall Gebärmutterhalskrebs.
Über 90 % der Fälle von Gebärmutterhalskrebs sind durch HPV verursacht. Die Infektion mit HPV Viren zeigt sich mit 74 Prozent überwiegend bei jungen Frauen zwischen 15 bis 24 Jahren. Wenn das Virus dann Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) auslöst, betrifft dies vorrangig Frauen zwischen 35 und 55 Jahren. In Deutschland erkranken bundesweit am Zervixkarzinom ca. 6.500 Frauen, in Brandenburg etwa 160. Deshalb empfiehlt das Robert Koch Institut Impfungen bereits für die Altersgruppe zwischen 12 und 17. Ein solches Langzeitbewusstsein für Zusammenhänge zu wecken, ist die größte Herausforderung im Rahmen unserer Kampagne PIKS.
Hierfür brauchen wir Ihre Unterstützung als Eltern und Lehrkräfte. Deswegen kommen wir zu Ihnen in die brandenburgischen Schulen.
Wir laden alle Biologielehrer zu themenbezogenen Fortbildungen ein.
Die Eltern beziehen wir auf vielfältige Weise in die Präventionskampagne ein. Bei Elternversammlungen werden sich Lehrer mit ihrer Fach- und Vermittlungskompetenz einbringen. Elterninformationsbriefe und generelle Infomaterialien bieten vertiefend die Möglichkeit, sich intensiv mit dieser Materie auseinanderzusetzen.
Den jungen Menschen selbst bieten wir Gesprächsrunden und Projekttage an. Speziell bei Gesprächsrunden für Mädchen wird die Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung der Frau eine zentrale Rolle spielen.
Wir finanzieren das Projekt aus Mitteln des Landes Brandenburg, mit Sponsorgeldern der Firma Sanofi Pasteur MSD und mit Unterstützung der Krankenkassen AOK Brandenburg - Die Gesundheitskasse und der IKK Brandenburg und Berlin. Darüber hinaus helfen uns weitere Partner auf verschiedene Weise. Wenn Sie alle Kooperationspartner und Förderer wissen möchten, lesen Sie hierzu unsere PIKS-Informationen für die Fachwelt.
Wenn Sie mehr über unser Projekt wissen möchten oder als Schule interessiert sind mitzumachen, nehmen Sie bitte per Telefon oder Mail Kontakt zu uns auf.
Detaillierte konzeptionelle Überlegungen zu PIKS und die teilnehmenden Schulen finden Sie in unseren Informationen für die Fachwelt .
Die 2007 berichteten zwei Todesfälle einer 17- und einer 19-jährigen Frau geben entsprechend der Experten des mit der Sicherheit von Arzneimitteln befassten Paul-Ehrlich-Instituts und der europäischen Arzneimittelagentur (EMEA) keinen Anlass, die Impfungen gegen HPV auszusetzen. Bisher wurden bereits 700.000 Personen geimpft. Generell gilt der Impfstoff als sehr gut verträglich. Die häufigsten beobachteten Nebenwirkungen, die bei mehr als einer von zehn geimpften Patientinnen auftraten, sind Hautreaktionen an der Einstichstelle (Rötung, Schmerzen, Schwellung) und eine vorübergehende Temperaturerhöhung. Nicht auszuschliessen sind darüber hinaus Übelkeit, Erbrechen, Schwindel oder Überempfindlichkeitsreaktionen, wie Atembeschwerden, Nesselsucht oder Ausschlag. In seltenen Fällen wurde auch von Ohnmachtsanfällen nach der Impfung berichtet. Vor diesem Hintergrund wird empfohlen, geimpfte Personen über einen Zeitraum von 15 Minuten nach Verabreichung des Impfstoffs zu beobachten. Eine Stellungnahme zu den Bedenken gegenüber der HPV-Impfung bietet das Paul-Ehrlich-Institut. Umfassende Informationen und Antworten auf weitere Fragen finden Sie auf der Homepage des Krebsinformationsdienstes.
Informationsfaltblatt zum PIKS-Projekt