
Die Broschüre enthält insgesamt neun Portraits.
Textauszüge:
"Ich nahm den Tod meiner Frau relativ
gefasst, weil wir gut vorbereitet waren. Trotzdem musste ich
erst wieder lernen, allein zu leben, wobei mich die
psychologische Mitarbeiterin der Palliativstation unterstützte.
(...) Da ich ein kommunikationsfreudiger Mensch bin, sprach ich
mit anderen Menschen über Juttas Tod. Interessant war, dass die
Leute plötzlich auf mich zukamen, als ich über meine Situation
sprach. In diesen Momenten wurde mir bewusst, dass die Gemeinde
der Trauernden und Betroffenen größer ist als ich vermutet
hatte. Ich erkannte, dass ich nicht allein war."
Andreas Frank, 60 Jahre alt, seine Ehefrau verstarb
2009 an einem neuroendokrinen Tumor.
"Nachdem Kerstin gegangen war, brach
eine Welt für mich zusammen. Ich vermisste ihren Humor und die
positive aufregung, die sie in mein Leben trug. Ich bin, ohne es
zu wollen, ruhiger geworden und oft in mich gekehrt. lange zeit
hatte ich mächtig zu kämpfen, aber mittlerweile geht es mir
etwas besser, auch wenn es immer noch schwer ist. (...) Wenn ich
traurig bin, ziehe ich mich zurück und versuche an die guten
Zeiten mit Kerstin zu denken."
Ursula Leddin, 60 Jahre alt, ihre
Tochter verstarb 2006 infolge einer Hirntumorerkrankung.
"Vielen Menschen fehlt in einer
Trauersituation die Kraft, weite Wege zurückzulegen. Deshalb
wünsche ich mir, dass die Unterstützungsangebote für
Hinterbliebene flächendeckend ausgebaut werden. Dann könnten die
Betroffenen wohnortnah mit gleichgesinnten zusammenkommen."
Jens Uwe Meiser, 49 Jahre alt, seine Ehefrau
starb 2010 an Brustkrebs.
Anforderung der Broschüre "Unser Leben mit dem Verlust - Hinterbliebene machen Mut" gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro plus Porto.