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Anliegen und Umsetzung des LAGO-Siegels

Was steht hinter dem Zertifikat?

In der professionellen häuslichen Pflege von Tumorkranken bestehen starke Qualitätsunterschiede. Nicht bei allen Pflegediensten, die Krebspatienten versorgen, erfolgt die Betreuung entsprechend den in der Onkologie besonderen pflegerischen, psychosozialen und individuellen Anforderungen. Vor diesem Hintergrund sahen die Mitglieder LAGO eine Qualitätsverbesserung in diesem Bereich als dringendes Ziel. Als konkrete Maßnahme wurde beschlossen ein Zertifizierungsverfahren auf den Weg zu bringen, welches die Qualität der Pflege in ambulanten Einrichtungen mit onkologischen Patienten sichert und deren Verbesserung anregt.

Auf der Grundlage des Zertifikats können gegenüber behandelnden Ärztinnen und Ärzten und anderen an der Versorgung von Krebspatienten beteiligten Institutionen Empfehlungen ausgesprochen werden. Dadurch wird über die qualitätsverbessernde Maßnahme in der Pflege hinaus ein Beitrag zur besseren Kooperation und Vernetzung der in der Onkologie tätigen Einrichtungen geleistet.

Umsetzung des LAGO-Siegels

Im Laufe von fast vier Jahren erarbeitete ein speziell für dieses Thema einberufener LAGO - Expertenarbeitskreis im Rahmen einer Unterarbeitsgruppe des LAGO-Arbeitskreises "Onkologische Pflege" umfassende Qualitätsindikatoren für die ambulante Pflege von Krebspatienten (Danksagung). Auf deren Grundlage wurden konkrete Güte- und Prüfbestimmungen definiert, die bezüglich der Zielerfüllung an Hand von festgelegten Merkmalen abgeprüft werden sollen. Die Erfüllung der relevanten Bedingungen hinsichtlich Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität, verbunden mit einem entsprechenden Nachweis, ist die Voraussetzung für die Verleihung des Qualitätszertifikats "Ambulanter Dienst für onkologische Krankenpflege". Das Zertifikat wird unter dem Namen "LAGO-Siegel" geführt und durch die LAGO verliehen.